20.07.2024

Samstag, 20. Juli 2024, 20:00 Uhr, Alte Ziegelei, Friedhofstraße 7, 97461 Rügheim

Carl Orff: Carmina Burana


Carl Orff (1895-1982) ist berühmt durch sein Schulwerk. Die Orffinstrumente, z.B. Glockenspiele, Schellentrommeln, klingende Stäbe, Triangeln, Trommeln, Rasseln, Kastagnetten, Becken haben Generationen von Schulkindern geprägt.

O Fortuna - die Huldigung an die Schicksalsgöttin eröffnet und beschließt das Werk, das auf Texten aus dem 12. Jahrhundert basiert, die in Benediktbeuren gefunden wurden. Das berühmte sich ewig drehende Schicksalsrad beschreibt das ständig wiederkehrende Auf und Ab, Werden und Vergehen. Die magischen Bilder sind das Frühlingserwachen der Natur, das erste Liebeswerben junger Menschen, ausgelassenes Zechen und Feiern und schließlich der Triumph von Amor und Eros.

Diesen "Hit" präsentieren die Kantorei Hassberge, der Oratorienchor Würzburg, der Musicalchor Junge Stimmen, zusammen mit den Solisten Mechtild Söffler (Sopran), Samuel Lee (Tenor), Heiko Trinsinger (Bariton).

An den Klavieren spielt das Klavierduo Onyx, bestehend aus den Pianisten Marie-Thérèse Zahnlecker und Jonas Gleim. Dazu hören Sie Pauken und ein Schlagzeugensemble.

 

Herzliche Einladung!

 

Das Konzert dauert knapp 1,5 Stunden und wird am Sonntag, 21. Juli 2024 um 19:30 Uhr in Würzburg wiederholt, im großen Saal der Hochschule für Musik.

 

 

 

Carmina Burana - Glücksgriff und Wagnis

Ein Glücksgriff waren sie, die Carmina Burana: Lieder auf Texte einer mittelalterlichen Handschrift aus dem Kloster Benediktbeuern. Und ein Wagnis, wie sich Orffs Tochter erinnert: "Chorwerk. Und Lateinisch. Mein Gott, im Dritten Reich, das war so unmöglich. Man sprach Deutsch, sonst gar nichts. Und ja, wir warteten und zitterten und warteten und zitterten. Und dann kam das bei der Uraufführung unerhört gut an."

 

"Beuroner Gesänge" erobern die Welt

Der braune Sumpf hätte die Carmina gerne verschlungen, aber der Glücksgöttin Fortuna bricht man so leicht nicht das Genick. Spätestens als Leopold Stokowski das Werk 1954 in der New Yorker Carnegie Hall aufführt, erobern die Carmina Burana die Welt: Ihr Pathos, ihre elementare Kraft, ihre Eingängikeit haben sie allerdings auch in Spähren befördert, wo Orff sie wohl kaum haben wollte. Die Carmina geistern durch Bierwerbung, begleiten Boxkämpfe oder Reitturniere und selbst im Konzertsaal erscheinen sie oft ganz anders, als sie von Orff gemeint waren - diese "Beuroner Gesänge mit magischen Bildern", wie der komplette Titel lautet.

 

Carl Orff schreibt selber über seine Carmina Burana:
"Das Wichtige ist der Text. Der wurde mit den Mitteln der Musik Klang und mit den Mitteln der Darstellung Bild. Die Sprache ist Geist und der Geist, der hinter diesen Worten ist, der wurde lebendig."

Texte von Uta Sailer

BR Klassik 7.6.2017

 

Karten zu 25/20/15/10 Euro
(ermäßigt für Schüler und Studenten 20/17/12/8 Euro),
Tourist-Information Haßfurt: 09521/688-300

Reservierungen: 09523/6957 * karten@kirchenmusik-hassberge.de * www.kirchenmusik-hassberge.de/karten.html

Abendkasse: 60 Minuten vor Konzertbeginn

 


 

CD mit ausführlichem Booklet

für 9 Euro hier kaufen

und bei jedem Konzert der Kirchenmusik in den Hassbergen.

 

Enthält die aus historischem Notenmaterial neu editierte Kantate von Paulus Immler. Ausführende: Matthias Göttemann, Kantorei Hassberge